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Infos rund ums Lernen

Mitschriften gestalten

Oft ist es gar nicht so einfach, im Unterricht oder bei Referaten konzentriert aufzupassen und gleichzeitig auch mitzuschreiben. Aber eine vollständige und übersichtliche Mitschrift hat viele Vorteile: Wenn du zuhörst und das Wichtigste gleich notierst, bleibt viel mehr Stoff hängen. Für die Prüfung musst du das dann nur noch wiederholen.

 

Wie schreibe ich am besten mit?

Das Material: Lose DIN A4 Blätter, die du später in einer Mappe zusammenheftest, eignen sich besonders gut. Wenn es notwendig ist, kannst du später noch etwas ergänzen oder ausbessern. Die Blätter solltest du mit Datum und dem jeweiligen Gegenstand versehen, damit sie dir nicht durcheinander kommen. Beschreibe die Rückseite besser nicht - das erleichtert das eventuelle Kopieren.

Gestalte eine Titelleiste mit der Überschrift. Wenn du am Rand etwas Platz lässt, kannst du auch noch Notizen, Skizzen oder wichtige Überbegriffe einfügen. So wird die Mitschrift gleich viel übersichtlicher.

Was schreibst du wie auf: Wichtig ist, dass du dich auf die Hauptpunkte wie Namen, Zahlen, Daten und Begriffe beschränkst. Achte auf Gliederungen (z.B. erstens, zweitens, drittens, ...) die der Lehrer oder Vortragende schon vorgibt. Du kannst nicht alles wörtlich mitschreiben. Beschränke dich auf Stichwörter oder die wichtigen Teile von Sätzen und trainiere dir sinnvolle Abkürzungen an. Schaffe dir dein eigenes Abkürzungssystem. Wenn du etwas nicht verstanden hast, frage gleich nach.

Nacharbeiten: Möglichst bald nach der Stunde solltest du deine Mitschrift überarbeiten und ergänzen. Dabei kannst du auch gleich überprüfen, ob du wirklich alles verstanden hast. Es ist auch sinnvoll, wenn du dich mit Mitschülern austauscht und im Team deine Mitschrift vervollständigst.

Vokabeln lernen mal anders

Die Schlüsselwort-Methode - Vokabel lernen einmal anders:
 
Mit der so genannten „Schlüsselwort-Methode“ oder „Keyword-Methode“ soll das Lernen einer fremden Sprache erleichtert werden. Ziel ist es, Vokabel langfristig im Kopf zu verankern.

Wie funktioniert das?

Zu den Vokabeln, die gelernt werden, findest du ein ähnlich klingendes Wort aus der Muttersprache. Es reicht auch schon, wenn das Wort in der Muttersprache nur wie ein Teil des fremdsprachigen Wortes klingt. Dann musst du nur noch das Bild mit dem Wort in Verbindung bringen. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach:

Ein Beispiel: Du willst dir das englische Wort „hose“ (Schlauch) merken. Im Deutschen klingt das Wort „Hose“ so ähnlich. Du stellst dir also eine lange und sehr schlanke Hose vor, die wie ein Schlauch sehr eng am Körper sitzt. Oder: Das englische Wort mice (Mäuse) klingt so ähnlich wie „Mais“ – das Bild, das du dir dazu machen kannst, sind viele Mäuse, die an einem Maiskolben knabbern.

Mit dieser Methode kann dein Gehirn eine Verbindung zwischen den beiden Wörtern herstellen. Das Merken fällt dir dann viel leichter.

Kraft tanken

Beim letzten Mal haben wir dir an dieser Stelle einige Konzentrationsübungen vorgestellt, mit denen du besser und produktiver lernen kannst. Entscheidend für den Lernerfolg ist aber auch, die Kraftreserven zwischendurch immer wieder aufzufüllen. Wie das geht? Hier findest du einige hilfreiche Tipps:

Schritt 1: Sauerstoff

Wie beim letzten Mal: Fenster öffnen, Buch zuklappen und tief einatmen.

Schritt 2: Stirnbeinhöcker

Jetzt geht es darum, Stress abzubauen und den Kopf wieder frei zu bekommen. Schließe dafür deine Augen und atme tief und langsam aus und ein. Dann legst du die Fingerspitzen der rechten und linken Hand auf die beiden Erhebungen ca. 10 cm über deinen Augenbrauen, die unterhalb des Haaransatzes spürbar sind. Einfach die Finger sanft dorthin legen, eventuell leichte, kreisende Bewegungen machen. Dabei ganz entspannt weiteratmen und spüren, wie die Probleme und der Stress nachlassen. Jetzt ist dein Kopf wieder frei für neue Herausforderungen.

Schritt 3: Fliegende Arme

Danach noch eine Übung zum Wachwerden und um die Gehirnaktivität wieder zu erhöhen. Lege die linke Hand auf die rechte Schulter und beginne langsam, den ganzen rechten Arm zu kreisen. Beginne die Bewegung dabei nach vorne und oben. Nach einer Minute wiederholst du die Übung auf der anderen Seite. Anschließend machst du diese Bewegung mit beiden Armen gleichzeitig. Lasse die Arme entspannt im Kreis schwingen.

Jetzt geht es wieder zurück an die Arbeit. Solche und ähnliche Pausen solltest du zwischendurch immer wieder einlegen. Du wirst sehen, das Lernen geht damit um einiges leichter.

Entspannung beim Lernen

Kein Platz mehr für neue Informationen in deinem Kopf? Keine Struktur mehr im bereits Gelernten? Du fühlst dich vollkommen ausgepowert? Hier sind ein paar einfache und hilfreiche Tipps, mit denen du deine Leistungsfähigkeit und Konzentration wieder herstellen kannst:

Schritt 1: Sauerstoff
Bücher zuklappen. Fenster öffnen. Nur mit genügend Sauerstoff kann der Körper auch wirklich produktiv arbeiten.

Schritt 2: Gehirnhälften verbinden
Stell dich in die Mitte des Zimmers. Lass die Schultern locker und atme ganz entspannt. Dann streck die Hände gerade vor deinen Körper und verschränk die Finger und fang an, einen riesengroßen Achter vor dir in die Luft zu malen. Beobachte deine Fingerspitzen dabei ganz genau und folge der Bewegung mit den Augen. Es ist wichtig, immer mit dem Bogen nach oben zu beginnen. Um deinen Kopf aufzulockern, kannst du dazu auch ganz entspannt summen. Achte darauf, dass du bei dieser Übung ungestört bist. Durch die überkreuzte Bewegung beginnen die rechte und linke Gehirnhälfte besser zusammenzuarbeiten und ein ganzes Hirn schafft viel mehr als ein halbes.

Schritt 3: Thymusdrüse aktivieren
Die Thymusdrüse liegt in der Mitte der Brust, hinter dem oberen Teil deines Brustbeins. Sie ist wichtig für die Immunabwehr und steuert auch den Energiehaushalt in deinem Körper. Starte mit einer Hand, mach eine lockere Faust und klopf den Bereich 5 cm unterhalb des Schlüsselbeins (unter dem Hals) ab. Stärke, Tempo und Länge sind dabei dir überlassen, eine Minute reicht aber im Normalfall. Dann wiederhole die Übung mit der anderen Hand. Vielleicht bemerkst du, dass du tiefer durchatmen kannst – dein Körper entspannt sich und wird dadurch gleich wieder aufnahmefähig.

Schritt 4: Reflexzonen im Ohr motivieren
Greif mit beiden Händen an deine Ohren. Beginne beim oberen Bogen des Ohres und streif ganz langsam die Ohren nach hinten aus. Diese Bewegung setzt du den ganzen Ohrbogen entlang fort, bis du bei den Ohrläppchen angekommen bist. Wiederhole dies 3 mal. Du wirst merken, dass deine Ohren zu glühen beginnen und das Blut durch sie stärker pumpt. Zum Schluss nimmst du dein ganzes Ohr in die Hand und bewegst es langsam und vorsichtig im Kreis.

Bei dieser Übung werden Reflexzonen im Ohr stimuliert, die mit wichtigen Körperfunktionen zusammenhängen. Gehörtes kann so besser aufgenommen und verarbeitet werden. Durch diese Übung erhöht sich die Konzentrationsfähigkeit (beispielsweise bei der Arbeit am PC) und die Kiefer-, Zungen- und Gesichtsmuskulatur entspannt sich.

Jetzt geht es wieder zurück an die Arbeit. Solche und ähnliche Pausen solltest du übrigens regelmäßig einlegen, mindestens einmal pro Stunde. Du wirst sehen, das Lernen geht damit um einiges leichter.

Strukturiertes Lernen

Dein Kopf raucht und du weißt nicht, wie du deine Gedanken und Einfälle ordnen sollst? In diesem Fall muss schnell eine Struktur her und das geht am leichtesten mit so genannten Brainstormings, Mind-Maps oder Clusterings.

Brainstorming
Ein Brainstorming machst du, indem du in die Mitte eines Blattes das Thema schreibst, das du gerade behandelst. Alles, was dir spontan dazu einfällt, ordnest du rundherum an. So hast du später, beispielsweise beim Schreiben eines Textes, nicht das Problem des Vergessens oder der Verwirrung.

Mind Map
Im Grunde genommen funktionieren Mind Maps so ähnlich wie das Brainstorming, jedoch handelt es sich bei Mind Maps um eine etwas detailliertere Methode der Ideenfindung und Strukturierung. In die Mitte eines Blattes (am besten im Querformat) wird das Thema notiert. Von diesem ausgehend zeichnet man für die Hauptideen Zweige, welche anschließend weiter untergliedert werden. So erhält man am Ende eine geordnete Skizze mit Ideen und deren Unterthemen.

Clustering
Clustering ist eine sehr kreative Art der Gedankenstrukturierung. Um das in der Mitte stehende Schlüsselwort herum werden alle Gedanken niedergeschrieben und miteinander verbunden, sodass am Ende ein Gittermuster herauskommt das die Zusammenhänge der einzelnen Ideen verdeutlichen soll.

Tipp: Im Allgemeinen hilft es, beim strukturierten Lernen kleine Zeichnungen zu machen und unterschiedliche Farben zu verwenden! LernQuadrat wünscht viel Erfolg beim Ausprobieren!

Besser lernen mit Feng-Shui

Feng Shui ist eine alte fernöstliche Philosophie, die auch in Österreich immer populärer wird. Feng Shui soll helfen, eine Wohnung bzw. einzelne Zimmer harmonisch zu gestalten.

Was das mit Lernen zu tun hat? Ganz einfach: In einer harmonischen Umgebung fühlt man sich wohler und kann auch besser lernen!

Mit diesen Tipps kommt Harmonie ins Lernzimmer:

Schreibtisch: sollte so platziert sein, dass der Sitzende mit dem Rücken zur Wand sitzt. Falls dies nicht möglich ist, kann man auch mit Pflanzen eine Wand nachbilden. Zu viel freier Raum in Rücken schafft Unruhe!

Blickfeld: sollte frei gehalten werden. Wer eine Wand ("ein Brett) vor dem Kopf hat, ist in seinem Blickfeld stark eingeschränkt. Ein weiter Blick in die Ferne fördert das kreative Denken!

Natürlich gelten diese Tipps auch für das LernQuadrat. In den Standorten Mödling und Donauzentrum wird mit Feng Shui ein noch angenehmeres Lernklima geschaffen. Überzeugen Sie sich selbst davon!

Training unter Zeitdruck

Der Schulalltag konfrontiert einen immer wieder mit der Notwendigkeit, bestimmte Aufgaben in einer vorgegebenen Zeit zu erledigen. Besonders bei Prüfungen und Schularbeiten ist es wichtig, ein Gefühl für diese Zeitvorgabe zu besitzen, um sich die Arbeit so einteilen zu können, dass man bis zum Ende der Stunde fertig wird.

Um zu vermeiden, dass dir bei der nächsten Schularbeit wieder die Zeit zu knapp wird, kannst du dein Zeitgefühl ganz gezielt trainieren. Am besten geht das zu Hause: Platziere eine große Uhr auf deinem Schreibtisch, während du deine Hausaufgaben erledigst. Erfrage vorab bei deinem Lehrer, wie lange du für die Aufgaben ungefähr brauchen solltest und versuche, dich an dieser Vorgabe zu orientieren. Du wirst sehen, nach einiger Übung fällt es dir immer leichter, die Zeitvorgabe einzuhalten.

Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch hier: Übung macht den Meister! Wenn du regelmäßig trainierst wirst du die Zeit, die du für verschiedene Aufgaben brauchst, bald sehr viel besser einschätzen können.

LernQuadrat wünscht dir viel Erfolg beim Üben!

Gedächtnisarbeit erleichtern

Es gibt verschiedene Techniken um gelernte Inhalte besser im Gedächtnis zu verankern. Eine sehr hilfreiche ist die „Analysetechnik“.

Ziel der Analysetechnik ist es, neu zu erlernende Begriffe und Vokabeln in ihrer Bedeutung oder ihrer Herkunft zu analysieren. So kann zum Beispiel ein komplizierter Ausdruck wie „Plusquamperfekt“ durch bloße Übersetzung viel leichter verständlich werden: auf deutsch heißt Plusquamperfekt nämlich nichts anderes als „mehr als vergangen“ und beschreibt seine Bedeutung somit selbst.

Ein weiteres Beispiel ist das Wort „Kontakt“. „Kon-“ ist eine Vorsilbe, die in vielen anderen lateinischen Fremdwörtern vorkommt. Sie leitet sich von der Präposition „cum“ = „mit“ ab. Der zweite Wortbestandteil geht auf eine Form des lateinischen Verbums „tangere“ = „berühren“ zurück.

Diese Art der Herleitung kannst du auch für modernere oder technische Begriffe verwenden. Interface ist zum Beispiel ein Fachausdruck in der Computerwelt. Ein Interface ist ein Bauteil, das die verschiedenen Elemente eines Computers sinnvoll miteinander vernetzt. Übersetzt heißt Interface „Zwischengesicht“ – eine Herleitung, die man sich leichter einprägen kann als den abstrakten Fachbegriff.

Weitere Möglichkeiten, sich Gedächtnisarbeit zu erleichtern sind die Mnemotechnik oder das Bauen von Eselsbrücken.

Fehlerliste

Die Fehlerliste zeigt die häufigsten Fehler. Wer diese bekämpft, wird eine Note besser. 
 
Mit der Fehlerliste werden alle Fehler und deren Häufigkeit erfasst. Jeder Fehler, der erstmals auftritt, wird in die Liste geschrieben und bei jedem Auftreten wird daneben ein Stricherl gemacht. Immer vier Stricherln senkrecht und das fünfte quer drüber, dann ist das Abzählen einfacher.

Meist sind drei Fehler besonders häufig. Diese sollten verstärkt bearbeitet werden. Wenn es gelingt, die drei häufigsten Fehler zu vermeiden, so ist meist eine Verbesserung um eine Note möglich.

Lernplakat

Zusammenhänge erkennen und behalten. Das Lernplakat schafft den Durchblick. 

Mit dem Lernplakat setzt man einzelne Worte, Formeln oder Bilder zueinander in Beziehung. Bei Sprachen z.B. schreibt man die wichtigsten Worte einer Lektion mit Strichen aneinander. So bekommt man den Inhalt der Geschiche und die Worte ins Gedächtnis.

Dazu braucht man Papier (A3 bis Packpapier-Größe in braun oder weiß) und dicke Stifte. Dann macht schon das Aufmalen Spaß.

Besser lernen mit Musik

Hausaufgaben und Musikhören- Ablenkung oder Verstärker der Speicherfähigkeit? Tatsächlich lernt das Gehirn besser, wenn es während des Lernens mit Geräuschen stimuliert wird. Eine gleichmäßige Geräuschkulisse hebt das Aktivierungsniveau ohne abzulenken und schafft ein konzentrationsförderliches Arbeitsklima.

Geeignete Musik kann das Lernen daher wesentlich unterstützen: sie schafft nicht nur ein angenehmes Lernumfeld, sondern entspannt und öffnet so für Neues. Nicht zuletzt fördert Musik das Lernen mit Hilfe verschiedener Sinne und beschleunigt somit den Aufnahmeprozess.

Für das Lernen besonders hilfreich ist Musik, die 56 bis 64 Schläge pro Minute aufweist, da dies in etwa dem Herzschlag eines Menschen im entspannten Zustand entspricht. Musikstücke, die sich zum Lernen eignen, sind vor allem langsamere klassische Stücke, z.B. von Bach, Vivaldi oder Mozart. Die persönliche Einstellung und die Erfahrungen, die man bereits mit Lernen und Musikhören gemacht hat, sind aber letztendlich ausschlaggebend dafür, ob man sich für diese Lerntechnik entscheidet.

Topfit für Nachzipfler

Was kann und muss ein Schüler tun, um sich gut auf die Nachprüfung vorzubereiten?

Egal ob man dazu Nachzipf, Nachprüfung oder Wiederholungsprüfung sagt:
Wer die folgenden Ratschläge befolgt, hat hohe Chancen, die Wiederholungsprüfung zu bestehen:

  • Alle Schulsachen herrichten, sich in den letzten Schultagen bzw. ersten Ferientagen von seinen Mitschülern Hefte und kopierte Schularbeiten besorgen.
  • Den Lehrer nach dem Stoff fragen, der geprüft wird.
  • Mit diesem „Rüstzeug“ ausgestattet, kann man vier Wochen ordentlich ausspannen und den Sommer genießen. Und die Schule vergessen!
  • Die eigene Lerntechnik verbessern: Welche Fehler hab ich gemacht, was sind die häufigsten? Einen Lernplan für den gesamten Stoff erstellen. Einteilung des Prüfungsstoffes in übersichtliche Lerneinheiten. Nur so sind die größeren Stoffmengen, die bei einer Nachprüfung auf einen zukommen, zu bewältigen.
  • Ab Ende Juli dann ernsthaft und regelmäßig lernen.
  • Einen geregelten Tagesablauf einhalten, um effektiv zu lernen.
    Ideal ist: den Vormittag zum Lernen nützen und am Abend vor dem Schlafengehen den Stoff noch einmal kurz wiederholen.
  • Während des Lernens immer wieder kurze Pausen einlegen, das erhöht zusätzlich die Aufnahmefähigkeit. Um die richtige Lerntechnik zu erwerben evtl. einen Lerntechnik-Kurs besuchen.
  • Wer die Möglichkeit hat, sollte gemeinsam mit Gleichaltrigen lernen, wie dies im LernQuadrat üblich ist. Dies stärkt die Motivation und erhöht die Erfolgschance.
  • Wenn man das Gefühl hat, den Stoff nicht alleine bewältigen zu können, sollte man rechtzeitig und nicht erst in der Woche vor der Prüfung professionelle Nachhilfeinstitute in Anspruch nehmen. Wer mehr oder weniger das gesamte Schuljahr in einem Fach nachzuholen hat, muss mit mindestens 3 Wochen Intensivkurs rechnen.

Suggestopädie

Suggestopädie (Suggestion – Pädagogik) ist eine Lernmethode, deren Ursprung in der Gehirnforschung liegt. Der bulgarische Neurologe Dr. Georgi Lozanov fand in den 60er Jahren heraus, dass man schneller und effektiver lernt, wenn beide Gehirnhälften (die linke ist für logisches Denken, die rechte für die Gefühlsebene zuständig) in den Lernprozess einbezogen werden.

Entspannungs- und Konzentrationsübungen, Suggestion und der Einsatz von Musik, Spiel und Bewegung im Unterricht bewirken, dass der Stoff schneller und länger behalten wird. Außerdem haben die Lerner mehr Spaß am Lernen.

Lernkartei

Richtig lernen und wiederholen. Den Erfolg sehen

Die Kärtchen werden ein wenig hochgezogen, bis die Frage sichtbar wird. Frage laut sagen, kurz nachdenken. Wenn die Antwort nicht gewusst wird, nachschauen. Frage und Antwort laut sagen und Karte vorne drauflegen.

Die Lernkärtchen sollten 4 x 6 cm hoch sein. Beschriftung: Frage oben, und Antwort unten. Bei mehreren Lösungen Anzahl rechts oben in die Ecke schreiben angeben.

Es können auch mehrere Fächer gemeinsam gelernt werden (aber nie ähnliche Inhalte mischen, beispielsweise zwei Sprachen) Dazu sollten verschieden gefärbte Karten verwendet werden.

Nie mehr als 20 neue Kärtchen neu lernen, sonst kommt es zu Lernhemmungen..

Ideal ist die Lernkartei für Bus, Bahn oder Straßenbahn am Schulweg. Es werden nur 7 Minuten Zeit gebraucht.

Jene Kärtchen, die beim ersten Mal gewusst wurden, kommen ins nächste Fach der Kartei. Diejenigen, die nicht gewusst wurden, werden wiederholt, bis sie gekonnt werden und sie bleiben in dem Fach, in dem sie waren.

Die Fächer der Kartei sollten etwa 1, 2, 4 und 7 cm lang sein. Damit wird die Zeitspanne des Wiederholens länger. Nach vier bis sechs Durchgängen sind die neuen Begriffe sicher.

Die Lernkartei kann verwendet werden für Lernstoff, der auswendig gelernt werden soll,  zum Beispiel für Vokabeln oder Formeln. Auch dann, wenn es sich zum Großteil um Verständnisstoff handelt, können neue Worte oder Begriffe trainiert werden. So geht Verstehen schneller, weil die Begriffe schon bekannt sind. Das ist wichtig um Stoff so richtig gut zu verstehen.

Bei Sprachen steht oben Deutsch und unten die Fremdsprache. Für Mathematik sollte die Frage in beide Richtungen gestellt werden.

Ideal ist die Verbindung von Lernkartei und Lernplakat, bei dem es um Zusammenhänge verstehen geht.

 



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