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22.11.2017

10 Jahre Smartphone - wie verändert das Smartphone die Psyche unserer Kinder?
 

Vor genau 10 Jahren kam das erste massentaugliche Smartphone heraus, das iPhone. Seitdem sind wir alle Zeuge einer Veränderung, von der wir noch nicht genau wissen, wo die Reise hingeht.

Was passiert, wenn wir überall und permanent erreichbar und mit der Welt verbunden sind?
Unseren Kindern stehen in jedem Augenblick soviel Informationen zur Verfügung wie Generationen davor in einer ganzen Lebensspanne. Für die ab Mitte der 1990er Geborenen ist das Immer-online-Sein eine Art Grundbedürfnis geworden, wie Nahrung, Wärme und Schlaf.

Ein paar Auswirkungen in Zahlen und Fakten:

  • Das Smartphone als Zeitfresser: im Schnitt verbringen Jugendliche gut 3 Stunden täglich aktiv im Netz.

  • Das Smartphone als Suchtfaktor: Laut Pisa-Studie leiden unter den 15-jährigen 41 Prozent an "Nomophobie": Sie geben an, dass sie sich schlecht fühlen, wenn sie nicht mit dem Internet verbunden sind.

  • Das Smartphone raubt Jugendlichen die Nachtruhe: fast 70 % nehmen ihr Smartphone mit ans Bett und 16% sogar mit ins Bett.

  • Smartphones beeinträchtigen die Konzentration: lesen von Posts, Nachrichten und Tweeds beim Zähneputzen, beim Frühstücken, unter der Schulbank, bei den Hausaufgaben und vor dem Einschlafen senken die Konzentration. Multi-Tasking wird zu Task-Switching und darunter leidet nicht nur die Konzentration sondern auch die Ergebnisqualität.

  • Smartphones beeinträchtigen die Kreativität: Schüler haben heute weniger Faktenwissen, weil sie meinen, alles digital nachschlagen zu können. Doch wer auf Neues kommen will, benötigt das Alte: "Es ist unmöglich kreativ zu sein, ohne zu wissen, was bekannt ist" (amerik. Prof. Eva Marder). Die besten Ideen kamen großen Geistern oft, wenn sie gerade nichts taten oder scheinbare Langeweile hatten. Doch wer von uns hat zuletzt einen Jugendlichen für längere Zeit aus dem Fenster schauen sehen?

Wir sind mitten drin im digitalen Zeitalter. Das Smartphone zu verteufeln oder es unseren Kindern gar zu verbieten, ist kontraproduktiv und geht am Thema vorbei. Die digitale Dauerpräsenz ist Teil unseres Alltags. Wichtig ist,  dass wir und unsere Kinder bewusst damit umgehen lernen, damit wir in 30 Jahren zurückblicken und sagen können: die Dauerpräsenz hat uns mehr Vorteile als Nachteile gebracht.

Mehr dazu unter www.zeit.de (Quelle: Die Zeit, "Bloß nicht offline sein", 9. 11. 2017)

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