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24.05.2022

News 

LernQuadrat Pressegespräch

„Schulnoten: Angstmacher oder Orientierungshilfe“

Angela Schmidt, LernQuadrat Unternehmenssprecherin (links) und Claudius Halik, LernQuadrat Kommunikations-Berater (rechts)

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

• Den Mädchen sind die Noten wichtiger als den Burschen, jüngeren Schüler*innen wichtiger als älteren.
• Burschen schätzen die Wichtigkeit der Noten für ihre Eltern höher ein als Mädchen.
• Am ehesten treten empfundene Noten-Ungerechtigkeiten in Englisch, Mathe und Deutsch auf.
• Mädchen reagieren auf schlechte Noten emotionaler als Burschen. Bei den Älteren dominiert Frustration, bei den Jüngeren Traurigkeit.
• Gute Schüler*innen beschäftigen sich länger mit schlechten Noten als schlechte Schüler*innen.
• Schlechte Noten machen den Mädchen mehr Angst als den Burschen. Die Reaktion der Eltern fürchten vor allem die jüngeren Schüler*innen.
• Jüngere Schüler*innen sprechen eher mit den Eltern über die Noten, ältere eher mit Freunden.
• Mädchen leiden öfter unter Zeitdruck und Prüfungsangst. Burschen meinen, dass sie oft zu wenig lernen.
• Noten haben auf alle Altersgruppen die gleiche Wirkung, ebenso auf Burschen wie Mädchen.
• Die Jüngeren empfinden bei guten Noten Begeisterung, die Älteren sehen diese eher als Bestätigung.
• Schlechte Schüler*innen haben unter Lockdowns und Distance Learning am meisten gelitten.
• Nur wenige Schüler*innen würden die Benotung ihrer Leistung vermissen.

 

Detaillierte Informationen und Ergebnisse gibt es in unerer Pressemitteilung zum Nachlesen.

 

5 Thesen zum Thema Schulnoten

1. Schulnoten sind alles in allem für die meisten Schüler*innen eher Angstmacher als Orientierungshilfe.
2. Gelernt wird daher überwiegend, um gute Noten zu erhalten und nicht aus Interesse am Fach. Die Folge: Sobald die Note gesichert ist, wird der Lernstoff wieder vergessen („Bulimie-Lernen“).
3. Die Fokussierung auf eine punktuelle Leistungsbeurteilung in Form von Noten steht somit der Schaffung von echtem Interesse an den Lerninhalten mehr im Weg als sie hilft.
4. Im Zusammenhang mit dem Thema Noten hat auch die Kommunikation zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen Verbesserungsbedarf. Lehrkräfte sollten mehr als Partner gesehen werden und weniger als Richter.
5.Leistung in der Schule ist wichtig, und damit auch Leistungsbeurteilung. Ob die aktuelle Unterrichts- und Notenpraxis dies zweckdienlich erfüllt, scheint aber zweifelhaft.

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