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06.03.2019

LernQuadrat Steiermark-Umfrage | Ergebnisse

„Die Meinung der Schüler“

Note 2-3 für die Schule

 

  • Jeder Zweite vergisst den Lernstoff häufig nach der Prüfung
  • Nur Englisch gilt als wirklich wichtig fürs Leben
  • Gelernt wird meist kurzfristig und oberflächlich

 


 

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir"? Wohl kaum, wie eine aktuelle Umfrage des Nachhilfeinstituts LernQuadrat unter steirischen Schülerinnen und Schülern im Alter von 10-18 Jahren aufzeigt. So meinen die Befragten, im Durchschnitt weniger als die Hälfte des Lernstoffes später als Erwachsene brauchen zu können. Als wirklich wichtig wird nur Englisch eingestuft. Dafür fehlt vielen Schülern die Vorbereitung auf das „richtige Leben“, vom Umgang mit Geld bis zu Haushalt und Kochen.

Gelernt wird meist kurzfristig und oberflächlich, wenn die Zeit reicht und hauptsächlich um eine gute Note zu bekommen und nicht durchzufallen. Besonders erschreckend: Beinahe die Hälfte der Befragten vergisst den Lernstoff häufig sofort nach der Prüfung, jeder Fünfte fast immer. „Dieses ‚Bulimie-Lernen‘ sollte zu denken geben“, betont Konrad Zimmermann, LernQuadrat-Gründer und Geschäftsführer, der viel Potenzial für eine nachhaltigere Gestaltung des Schul- und Lerngeschehens sieht. Dementsprechend kommen die Lehrer, Lerninhalte und Unterrichtsformen in der Benotung durch die Schüler nur auf ein 2-3, die Koordination der Prüfungstermine wird sogar nur mit ‚Befriedigend‘ bewertet.

Lernen, wiedergeben, vergessen

Durchschnittlich 53 Mal pro Schuljahr und damit an jedem dritten bis vierten Schultag werden die Leistungen der steirischen Schülerinnen und Schüler nach deren eigenen Angaben überprüft. Die 15-18-Jährigen kommen dabei häufiger dran als die 10- bis 14-Jährigen, gute Schüler fühlen sich häufiger geprüft als schlechte. „Da bleibt kaum Zeit für nachhaltiges Lernen“, fürchtet Zimmermann. Für Schularbeiten und Referate wird in der Steiermark laut LernQuadrat-Umfrage durchschnittlich 8 Tage lang gelernt, deutlich länger als im Österreich-Schnitt. Für Referate beträgt die Vorbereitungszeit rund 6 Tage, für Tests 5 Tage.

Wie lange und wie ausführlich gelernt wird, hängt in erster Linie von der Anzahl der gleichzeitig terminisierten Prüfungen (64,3 Prozent) und der verfügbaren Zeit (56,3 Prozent) ab. Davon, ob der Lerninhalt wichtig und sinnvoll erscheint, lassen sich hingegen nur 18,7 Prozent leiten. Viele sehen das Lernen pragmatisch: 51 Prozent orientieren sich daran, wie viel nötig ist, um keine negative Benotung zu bekommen. Druck machen sich die steirischen Schülerinnen und Schüler vor allem selbst (58,7 Prozent), weniger Stress kommt von Seiten der Lehrer (44,3 Prozent) und der Eltern (19,7 Prozent). Bleibt der Schulerfolg aus, fürchtet dennoch jeder Vierte Konsequenzen seitens der Eltern, vom Handyverbot bis zum Hausarrest.

Zukunftsrelevante Fächer

„Von allen Schulfächern wird lediglich Englisch (78,0 Prozent) als wirklich wichtig für die eigene Zukunft eingestuft“, berichtet Zimmermann. Für die Brauchbarkeit von Mathematik und Deutsch stimmt immerhin noch die Hälfte der Befragten. Gegenstände wie Geografie oder Geschichte erreichen hingegen nicht einmal die 10 Prozent-Zustimmungsmarke. Die Liste der nach Schüler-Meinung „verzichtbaren Gegenstände“ führt der Turnunterricht an, gefolgt von Physik, Mathematik und Chemie.

Mäßiges Zeugnis

Schließlich bat LernQuadrat die Schüler auch noch, selbst Noten für die Schule zu vergeben. Am schlechtesten schnitt dabei die Einteilung der Prüfungstermine ab (Schulnote 3,1), die in der Steiermark ein besonderes Problem darstellen dürfte. Auch die Note für das österreichische Schulsystem insgesamt ist eher mäßig (2,7). Relativ zufrieden sind die Schüler dafür mit den Lehrinhalten (2,4), der Unterrichtsform (2,5) und den Räumlichkeiten ihrer Schule (2,5). Die Lehrer und das Benotungssystem werden im Schnitt mit 2,6 bewertet.

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