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Pressemitteilung vom 02.04.2019

LernQuadrat Salzburg-Umfrage „Die Meinung der Schüler“:

Note 2-3 für die Schule

·         Jeder Zweite vergisst den Lernstoff häufig nach der Prüfung

·         Nur Englisch gilt als wirklich wichtig fürs Leben

·         Gelernt wird meist kurzfristig und oberflächlich

 

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir"? Wohl kaum, wie eine aktuelle Umfrage des Nachhilfeinstituts LernQuadrat unter Salzburger Schülerinnen und Schülern im Alter von 10-18 Jahren aufzeigt. So meinen die Befragten, im Durchschnitt weniger als die Hälfte des Lernstoffes später als Erwachsene brauchen zu können. Als wirklich wichtig wird nur Englisch eingestuft. Dafür fehlt vielen Schülern die Vorbereitung auf das „richtige Leben“, vom Umgang mit Geld bis zu Haushalt und Kochen.

 

Gelernt wird meist kurzfristig und oberflächlich, wenn die Zeit reicht und hauptsächlich um eine gute Note zu bekommen und nicht durchzufallen. Besonders erschreckend: Zwei Drittel der Befragten vergessen den Lernstoff häufig sofort nach der Prüfung. „Dieses ‚Bulimie-Lernen‘ sollte zu denken geben“, betont Konrad Zimmermann, LernQuadrat-Gründer und Geschäftsführer, der viel Potenzial für eine nachhaltigere Gestaltung des Schul- und Lerngeschehens sieht. Dementsprechend kommen die Lehrer, Lerninhalte und Unterrichtsformen in der Benotung durch die Schüler nur auf ein 2-3, die Koordination der Prüfungstermine und das Schulsystem insgesamt werden sogar nur mit ‚Befriedigend‘ bewertet.

 

Lernen, wiedergeben, vergessen

Durchschnittlich 66 Mal pro Schuljahr und damit etwa an jedem dritten Schultag werden die Leistungen der Salzburger Schülerinnen und Schüler nach deren eigenen Angaben überprüft. Die 15-18-Jährigen kommen dabei häufiger dran als die 10- bis 14-Jährigen. „Bei diesem Prüfungs-Stakkato bleibt kaum Zeit für nachhaltiges Lernen“, fürchtet Zimmermann. Für Schularbeiten und Referate wird in Salzburg laut LernQuadrat-Umfrage durchschnittlich 5 Tage lang gelernt, die guten Schüler beginnen etwas früher als die schlechten. Für Referate beträgt die Vorbereitungszeit rund 4 Tage, für Tests 3 Tage.

 

Wie lange und wie ausführlich gelernt wird, hängt in erster Linie von der Anzahl der gleichzeitig terminisierten Prüfungen (61,6 Prozent) und der verfügbaren Zeit (60,1 Prozent) ab. Davon, ob der Lerninhalt wichtig und sinnvoll erscheint, lassen sich hingegen nur 18,2 Prozent leiten. Viele sehen das Lernen pragmatisch: 40 Prozent orientieren sich insbesondere daran, wie viel nötig ist, um keine negative Benotung zu bekommen. Leistungsdruck machen sich die Salzburger Schülerinnen und Schüler vor allem selbst (59,6 Prozent), weniger Stress kommt von Seiten der Lehrer (36,3 Prozent) und der Eltern (21,9 Prozent). Bleibt der Schulerfolg aus, fürchtet dennoch jeder Vierte Konsequenzen seitens der Eltern, vom Handyverbot bis zum Hausarrest.

 

Zukunftsrelevante Fächer

„Von allen Schulfächern wird lediglich Englisch (83,6 Prozent) als wirklich wichtig für die eigene Zukunft eingestuft“, berichtet Zimmermann. Für die Brauchbarkeit von Mathematik und Deutsch stimmt immerhin noch mehr als ein Drittel der Befragten. Gegenstände wie Geografie oder Geschichte finden hingegen nicht einmal bei jedem Fünften Zustimmung. Die Liste der nach Meinung der Salzburger Schüler „verzichtbaren Gegenstände“ führen die naturwissenschaftlichen Fächer Chemie und Physik sowie der Turnunterricht an

 

Mäßiges Zeugnis

Schließlich bat LernQuadrat die Schüler auch noch, selbst Noten für die Schule zu vergeben. Am schlechtesten schnitten dabei die Einteilung der Prüfungstermine (Schulnote 3,1) und das Schulsystem insgesamt (3,2) ab. Auch die Räumlichkeiten der Schule (3,0) kommen in Salzburg schlechter weg als im Rest von Österreich. Etwas zufriedener sind die Schüler dafür mit den Lehrinhalten (2,6), der Unterrichtsform (2,7) sowie mit ihren Lehrkräften (2,8).


 

Anfragen an: PR-Büro Halik, 02266/674 77-11, office@halik.at

LernQuadrat OG und Bildungsmanagement GmbH, Dipl.-Ing. Konrad Zimmermann,

0664 - 915 10 07, office@lernquadrat.at, www.lernquadrat.at

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