Lernen mit Gesten

Für viele Schüler*innen bedeutet Vokabellernen stillsitzen, lesen und wiederholen. Doch die Wissenschaft zeigt: Bewegung, insbesondere in Form von zum Lernstoff passenden Gesten, kann dem Gedächtnis einen ordentlichen Boost verschaffen. So lernt man nachhaltiger und gleichzeitig wird der Aufwand fürs Lernen deutlich kleiner. 

Schüler beim Lernen, er verwendet dabei Gesten

Wie Gesten beim Merken von Vokabeln & Fachbegriffen helfen

Klingt verlockend, oder? Und das Beste: Dafür braucht man kein zusätzliches Material, ein wenig Fantasie reicht völlig aus. Das Lernen mit Gesten ist deshalb so erfolgreich, weil das Gehirn auf mehreren Ebenen arbeitet und den neuen Inhalt nicht nur als Wort, sondern auch als Bewegung abspeichert. Wer Neues also laut vorliest und dazu noch eine passende Geste macht, lernt multisensorisch und damit besonders effizient. Das liegt auch daran, dass unser Fokus auf diese Weise voll und ganz beim Lernstoff liegt – wir lassen uns also weniger leicht ablenken, sind konzentrierter und damit auf der Überholspur.

 

7 praktische Tipps fürs Vokabellernen mit Gesten

  1. Damit Kopf und Körper mitlernen, muss die Geste aktiv ausgeführt werden, anstatt sie nur anzuschauen. Etwa so: Das englische Wort „to grow“ laut aussprechen und langsam dabei aufstehen, also bildlich wachsen.
  2. Geste und Wort müssen übereinstimmen. Je eindeutiger die Geste zum Wort passt, umso besser.
  3. Eine Geste pro Wort. Und zwar immer die gleiche. 
  4. Gleichzeitig, nicht nacheinander: Laut sprechen und gleichzeitig die passende Bewegung ausführen. So verknüpft das Gehirn Sprache, Bewegung und Bedeutung miteinander. 
  5. Kurze Einheiten: Rund 10 Minuten auf diese Art - also mit vollem Körpereinsatz - zu lernen, können effektiver sein als 30 Minuten reines Lesen der Vokabelliste. 
  6. Regelmäßig Lernen: Wer regelmäßig in kleinen Portionen lernt, ist klar im Vorteil. Die goldene Regel lautet permanentes Mitlernen statt Intensiv-Sessions vor Prüfungen. 
  7. Nicht ablenken lassen: Diese Lernmethode wird am besten allein im eigenen Zimmer angewendet. Alternativ können auch kleine, unauffällige Handbewegungen gemacht werden – optimal für unterwegs. Entscheidend für den Erfolg ist nicht die Größe der Geste, sondern die mentale Kopplung.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren dieser aktivierenden Lernmethode. 
 

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