Hausaufgaben auf dem Prüfstand: So machen sie Sinn

Hausübungen haben keinen besonders guten Ruf bei Schüler*innen – das zeigt eine aktuelle österreichweite Umfrage, die wir, LernQuadrat, gemeinsam mit dem Bundeselternverband durchgeführt haben. Rund 85 % der befragten Schüler*innen im Alter von 10 bis 19 Jahren haben das Gefühl, dass Hausübungen ihnen Zeit stehlen. Nur rund ein Drittel hält sie für sinnvoll und glaubt dadurch regelmäßig etwas dazuzulernen. Eltern sehen das naturgemäß deutlich positiver, nehmen aber Belastungen und Ablenkungen oft weniger stark wahr.

Schülerin lernt am Schreibtisch sitzend und hält nachdenklich einen Stift an ihren Kopf

Der eigentliche Sinn der Hausaufgaben

Richtig eingesetzt und gemacht, erfüllen sie wichtige Funktionen. Allen voran wird durch das Wiederholen und eigenständige Anwenden des in der Schule Gelernten, das Wissen gut gefestigt. Inhalte, die mehrmals aktiv bearbeitet werden, bleiben nämlich deutlich besser im Gedächtnis. Somit dient die Hausübung zugleich dem regelmäßigen Mitlernen und natürlich auch der Prüfungsvorbereitung. 

Die Umfrage zeigt weiters, dass der Großteil der Schüler*innen die Hausübungen allein und meist zu Hause erledigt. Genau darin liegt eine große Chance – selbstständiges Arbeiten ist eine Schlüsselkompetenz für Schule, Ausbildung und Studium.

Die Hausaufgabe erfüllt auch einen wichtigen Zweck für Eltern: Sie zeigt auf, womit sich ihre Kinder in der Schule gerade beschäftigen, macht Lerninhalte sichtbar und schafft Gesprächsanlässe. 

Hausaufgabe mit Mehrwert – So funktionierts:

Damit Hausaufgaben wirklich beim Lernen helfen, braucht es die richtigen Rahmenbedingungen. Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass man die Hausaufgabe in erster Linie für sich selbst und den individuellen Lernerfolg macht. Man kann es gar nicht oft genug sagen: Hausaufgaben unterstützen den Lernprozess – sie sind Training für das Gehirn.

  • Eine gute Lernumgebung ist Grundvoraussetzung für eine gelungene Hausübung. Dazu zählt ein ruhiger und heller Arbeitsplatz. Radio und Fernseher sollten abgedreht sein und das Smartphone darf in der Handygarage Platz nehmen. Leise Musik ohne Text ist erlaubt, solange sie die Konzentration nicht stört. 
  • Empfehlenswert sind Zeitrituale: Feste Zeiten für Hausübung festlegen, aber auch fürs Lernen, hilft enorm. So kommt Routine in den Alltag, eventuelle Diskussionen lassen sich damit verhindern. 
  • Wer sich konzentriert, braucht dafür Energie. Wie gut wir bei der Sache bleiben können, hängt von verschiedenen Faktoren ab: ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung, genug trinken, frische Luft tanken und Bewegung. Das klingt selbstverständlich – wird im Alltag aber oft unterschätzt.

Falls du dir die Ergebnisse der Umfrage zum Thema Hausübung ansehen möchtest, kannst du das hier machen.

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Lerntipps

Praktische Tipps für Eltern und Schüler*innen rund ums Thema Lernen.

Zu den Lerntipps

Lerntechnik

Lernen ist eine Sache der Lerntechnik. Wer einige Grundprinzipien beherrscht, tut sich beim Lernen leichter!

Zur Lerntechnik

Lernfit

Alltag, Gesundheit und mentale Stärke sind Basis für erfolgreiches Lernen.

Lernfit werden