Lernen im Stehen

Kann man im Stehen lernen? Aber ja. Denn während langes Sitzen sich negativ auf unsere Körperhaltung und unsere Gesundheit auswirkt, fördert Stehen einer aktuellen Studie zufolge unsere Gehirnaktivität.

Wer stehend lernt, kann sein Wissensmanagement verbessern. Doch wie so oft im Leben macht auch hier die Dosis das Gift: Zu viel Stehen wirkt sich nämlich ebenfalls negativ auf unser Wohlbefinden aus und ist auch nicht jedermanns Sache. Doch wer es richtig macht, kann davon enorm profitieren. 

 

Aktivierung durch Stehen

Im Stehen ist unser ganzer Körper aktiv, da er ständig damit beschäftigt ist, das Gleichgewicht zu halten bzw. auszubalancieren. Diese permanente Aktivierung führt zu einer besseren Durchblutung, wir fühlen uns dadurch wacher. Das wiederum wirkt sich positiv auf unsere Gehirnaktivität aus. Immer stehen ist jedoch ebenso schlecht wie immer sitzen. Ein sinnvoller Wechsel kann Konzentration und Gesundheit fördern. 

 

Studie belegt Lernerfolg

Einer aktuellen amerikanischen Studie der Autoren Ranjana Mehta und Mark Benden zufolge, die über ein halbes Jahr lang dauerte, konnte jene Gruppe, die im Stehen gelernt hat, mit 7-14 Prozent besseren Ergebnissen aufwarten als die sitzende Kontrollgruppe. Insbesondere in den Bereichen Lesen und Verstehen, Lernen allgemein, Fakten einprägen, Strukturierung der Gedanken und Lösung komplexerer Problemstellungen zeigte sich die positive Wirkung des stehenden Lernens.

 

Wie man richtig steht

Doch wie steht man nun richtig? Am besten aufrecht und gerade, ohne die Schultern nach oben zu ziehen oder sich nach vorne Richtung Schreibtisch zu lehnen. Vermeide es – wie auch beim Sitzen – zusammenzusacken. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch hilft dabei, deinen Lernplatz optimal auf deine Größe anzupassen, sodass du auch stehend deine Hände gut am Schreibtisch ablegen kannst.

 

Auf die Abwechslung kommt es an

Wechsle immer wieder zwischen Stehen und Sitzen und vergiss nicht darauf, dich auch in den Lernpausen zu bewegen. Auf einem weichen Untergrund steht es sich auf Dauer angenehmer als auf harten Boden. Eine kleine Matte kann hier großes bewirken. Wenn du merkst, dass du müde wirst, kannst du immer wieder mal die Zehen nach oben ziehen – das fördert die Durchblutung. Grundsätzlich ist leichte Bewegung, wie das Gewicht von einem Bein auf das andere zu verlagern, empfehlenswert um Verspannungen vorzubeugen. Und wenn es nicht mehr geht oder du vielleicht sogar Schmerzen in den Beinen spürst, dann bitte wieder hinsetzen und nächstes Mal die stehende Lernzeit verkürzen. Dein Körper muss sich erst daran gewöhnen. 

 

Was man im Stehen am besten lernt

Neben dem Wie ist auch das Was entscheidend. Vokabeln, Matheaufgaben, kurze Texte schreiben oder ganz generell zeitlich begrenzte Lernprozesse eignen sich sehr gut für den sanften Einstieg in das stehende Lernen. 

 

Wenn du mehr über die hier genannte Studie erfahren möchtest, klicke hier.
 

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