Pubertät und Corona

Wie Eltern ihre Kinder gut ins Erwachsenenleben begleiten können

Die Pubertät war noch nie leicht – weder für Eltern noch für die Pubertierenden selbst. Corona verschärft diese Situation zusätzlich. Die psychischen Probleme junger Menschen sind im Zuge der Pandemie stark gestiegen, insbesondere Schlaf-, Angst- oder Essstörungen. Wie man seine Kinder gut durch diese schwierige Zeit begleiten kann, ohne sich selbst dabei emotional völlig aufzubrauchen, verriet Jugendexpertin Barbara Apschner in einem Online-Vortrag am 26.01.2022.

 

Die 10 wichtigsten Tipps daraus haben wir hier für Sie zusammengestellt


1.     Oberste Regel: Nicht persönlich nehmen

Pubertierende sind in einer Art Ausnahmezustand. Sie verletzen nicht absichtlich, verhalten sich „nur“ den Vorgaben der Natur entsprechend. Es ist ihre Aufgabe, sich von der Familie abzukapseln und selbstständig zu werden. Eltern tun gut daran, Aussagen und Handlungen ihrer Kinder nicht persönlich zu nehmen.


2.     Wissen ist Macht

Eltern, die über die psychischen und körperlichen Veränderungen während der Pubertät Bescheid wissen, können viele Situationen besser meistern und ihre Kinder sicher ins Erwachsenenleben begleiten.


3.     Positive Pädagogik

Jeder Mensch verfügt von Geburt an über intrinsische Lernfreude. Wird der Blick jedoch zu häufig auf nicht gut bewältigte Aufgaben gelegt, kann diese gebremst werden. Besser: Auf das schauen, was gut und richtig gemacht wurde bei schulischen Leistungsüberprüfungen, nicht auf die Fehler.


4.     Einfühlungsvermögen

Gerade jetzt, in der Corona-Zeit, brauchen junge Menschen besondere Unterstützung und feinfühlige Eltern. Schulischer Erfolg ist nicht alles. Geduld, Gelassenheit und eine Prise Humor wirken wahre Wunder.


5.     Alle Begabungen feiern

Nicht nur Schulerfolge sollten gelobt werden, sondern alle Begabungen (Stichwort: Multiple Begabungen). Gute Noten allein machen uns als Mensch nicht aus.


6.     Immer wieder Angebote setzen

Eltern sollten nicht müde werden, ihre Kinder zu gemeinsamen Aktivitäten einzuladen. Selbst, wenn die Antwort meist vorhersehbar ist: Nein. Vielleicht lässt sich ja zumindest ein gemeinsames Essen in der Woche vereinbaren.


7.     Grenzen setzen, Regeln vorgeben

Grenzen und die Aufmerksamkeit der Eltern, ob diese auch befolgt werden, zeigen dem Jugendlichen Interesse an seiner Person. Während zu viele Freiheiten und fehlende Kontrolle den Pubertierenden das Gefühl geben, dass sie ihren Eltern egal sind.
 

8.     Leistungsabfall ist kein Drama 

Während des Gehirnumbaus, der im Zuge der Pubertät schubweise stattfindet, kann es zu massivem Leistungsabfall kommen. Manchmal aber auch aufgrund von sozialen Zwängen im Klassengefüge, beispielsweise wenn es als „uncool“ gilt, ein guter Schüler zu sein. Eltern müssen das aushalten und abwarten, bis diese Phase vorbei ist.
 

9.     Reden, reden, reden

Eltern sollten versuchen so viel wie möglich mit ihrem Kind zu sprechen. Darüber, was es bewegt, was es denkt und fühlt. Vieles wird leichter, wenn man darüber spricht.

 

10.  Es ist alles nur eine Phase

In besonders schwierigen Zeiten hilft es, sich vor Augen zu führen, dass auch die Pubertät nur eine Phase ist, die irgendwann auch wieder zu Ende geht.

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