Schlau duschen

Wusstest du, dass duschen schlau machen kann?

Klingt verrückt, ist es aber nicht. Denn Lernen besteht nicht nur aus dem aktiven Teil, wenn man sich den Lernstoff zu Gemüte führt. Besonders wichtig ist die sogenannte „Inkubationsphase“. Darunter versteht man jene Phase, in der das Gehirn - vereinfacht ausgedrückt - Pause macht und das Unterbewusstsein übernehmen kann. Je banaler die aufs Lernen folgende Aktivität ist, umso besser gelingt das. Duschen eignet sich dafür ganz hervorragend. Suchst du also schon den ganzen Tag nach einer Lösung für ein Problem oder eine Aufgabe, dann kann eine angenehme Dusche den erhofften Geistesblitz hervorrufen. 

Zuerst umfassend mit dem Lernstoff beschäftigen

Obwohl diese Theorie ursprünglich aus einer anderen Ecke stammt, nämlich aus der Forschung von Neurowissenschaftlern zum Thema Kreativität, lässt sie sich doch prima fürs Lernen anwenden. Um einen „Aha-Effekt“ zu erreichen, muss man sich zunächst umfassend mit dem Lernstoff beschäftigen. Eine ruhige Umgebung und ein gut einhaltbarer Lernplan mit angemessenen Pausenzeiten sind dabei eine große Hilfe. Je mehr Wissen man in dieser Phase zusammenträgt, umso besser. Besonders nachhaltig lernt man, wenn man dabei möglichst viele verschiedene Sinne anspricht. 

Pause mit banalen Tätigkeiten

Danach ist erst einmal Pause angesagt. Unser Gehirn braucht nun etwas Ruhe, um das aktiv Gelernte sickern zu lassen. Ganz banale Tätigkeiten, wie etwa Duschen oder Spazieren gehen, sind jetzt genau das Richtige. Denn dabei kann man seinen Gedanken freien Lauf lassen, was wiederum für die Arbeit des Unterbewusstseins förderlich ist. Wer fernsieht, Computer spielt oder ähnliches tut, blockiert hingegen den Lernvorgang. 

Aha-Effekt

Im Umkehrschluss heißt das leider nicht, dass alles Gelernte nach einer anschließenden Dusche fest im Gehirn verankert und jederzeit abrufbar ist. Eine gute Idee, ein Geistesblitz, kommt nicht auf Befehl. Er kann aber sehr wohl provoziert werden. Beobachte dich selbst und finde so heraus, wo du deine besten Ideen hast. Goethes Gedichte beispielsweise erschienen ihm, so sagt man, im Schlaf. Es passiert jedenfalls in einem Moment, in dem das Gehirn im divergenten Denkmodus ist. Dabei werden weit entfernte Areale im Gehirn miteinander verbunden. Albert Einstein nannte dies übrigens „kombinatorisches Spiel“. Demnach kombiniert das Unterbewusstsein das vorhandene Wissen neu und findet so Lösungsansätze. Dies geschieht am ehesten, wenn wir Tätigkeiten mit niedriger Aktivierung nachgehen. Ist er dann da, der heiß ersehnte Aha-Effekt, fühlt es sich fast so an, als ob einem ein Licht aufgegangen wäre. Daher nennt man diese Phase auch Illumination. 

Also ab in die Dusche und Heureka!

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