LernQuadrat Pressegespräch: "Hausübung: Alt & bewährt oder alt & wertlos?"
LernQuadrat präsentiert am 26.02.2026 gemeinsam mit dem Bundeselternverband die Ergebnisse der aktuellen Umfrage Hausübung: "Alt & bewährt oder alt & wertlos?" Die Umfrage wurde von November 2025 bis Jänner 2026 von LernQuadrat als Online-Befragung durchgeführt. Teilgenommen haben 1.194 Schüler*innen und 404 Eltern österreichweit.
Hausübung: Für viele Schüler vor allem Zeiträuber
Die Mehrheit der Schüler*innen steht Hausübungen kritisch gegenüber – Eltern bewerten sie deutlich positiver.
85 % sehen Hausaufgaben als Zeitfresser
Von 1.194 befragten Schüler*innen zwischen 10 und 19 Jahren geben 85 % an, Hausaufgaben würden ihnen wertvolle Zeit stehlen – etwa für Prüfungsvorbereitung oder Freizeit. Nur rund ein Drittel hält Hausübungen für sinnvoll und erkennt einen nachhaltigen Lernzuwachs.
Besonders brisant: Jede*r Zweite glaubt nicht, dass Hausaufgaben überhaupt Einfluss auf die Schulnote haben.
Fehlendes Feedback mindert den Lerneffekt
Ein zentrales Ergebnis der Studie: Hausaufgaben bringen aus Sicht der Schüler*innen nur dann etwas, wenn es regelmäßiges Feedback gibt. Doch genau das scheint oft zu fehlen – nur etwa ein Drittel erhält laut eigener Angabe konsequente Rückmeldungen. Ohne Feedback sinkt nicht nur die Motivation, sondern auch der tatsächliche Lernerfolg.
Smartphone: Lernhilfe und Konzentrationskiller zugleich
Das Smartphone ist fester Bestandteil der Hausübungssituation. Viele Jugendliche nutzen es zur Problemlösung – etwa durch Internetrecherche oder KI-Tools. Rund 50 % der Eltern stehen dem KI-Einsatz offen gegenüber.
Gleichzeitig zeigt sich ein großes Ablenkungspotenzial: 46,5 % der Schüler*innen sind während der Hausübung häufig auf Social Media wie Instagram, TikTok oder YouTube aktiv – ein Wert, den Eltern deutlich unterschätzen.
„Die permanente Ablenkung durch Social Media erschwert konzentriertes Lernen massiv. Wenn Aufmerksamkeit ständig unterbrochen wird, bleibt weniger hängen – und Hausaufgaben verlieren an Wirkung“, erklärt Angela Schmidt, Unternehmenssprecherin von LernQuadrat.
Die klare Empfehlung: Während der Lernzeit sollte das Handy konsequent ausgeschaltet sein.
Eltern unterschätzen Belastung
404 befragte Eltern bewerten Hausaufgaben insgesamt deutlich positiver. 42 % glauben sogar, in ihrer eigenen Schulzeit mehr Hausübungen gehabt zu haben. Jede*r Achte ist der Meinung, es könnte heute noch mehr aufgegeben werden.
Positiver Aspekt: Konflikte durch Hausaufgaben werden insgesamt als moderat eingeschätzt – allerdings nehmen Eltern diese stärker wahr – für Kinder sind diese kaum Thema.
Wunsch nach mehr „Lebenskompetenz“ im Lehrplan
Ein besonders spannender Aspekt der Umfrage: Jede*r Fünfte wünscht sich mehr alltagsnahe Inhalte im Unterricht – von Finanzbildung über Steuern bis hin zu Mietverträgen, Kochen oder mentaler Gesundheit.
Themen wie KI oder Medienkompetenz wurden hingegen nur von 3 % explizit genannt. Marcus Dekan, Präsident des Bundeselternverbandes vermutet dazu: "Die Wichtigkeit der KI ist für Schüler*innen gering, weil sie schon sehr viel darüber wissen."
Fazit: Hausaufgaben brauchen neue Qualität statt mehr Quantität
Die Studie zeigt deutlich: Nicht die Menge entscheidet über den Lernerfolg, sondern Qualität, Feedback und konzentrierte Lernzeit. Strukturierte Lernbegleitung und individuelle Unterstützung können helfen, Hausübungen wieder sinnvoll und wirksam zu machen.
Ergebnisse der Umfrage
Alle Ergebnisse der LernQuadrat Umfrage "Hausübung: Alt & bewährt oder alt & wertlos?" können Sie hier im Detail nachlesen.
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